Rekordspende für die Retter
Mit 84500 Euro unterstützt die Margarete-Gradl-Stiftung in allen 169 Feuerwehren im Landkreis Donau-Ries die Jugendarbeit. Größte Spendensumme der Stiftungsgeschichte Von Thomas Unflath
Wemding Er könne sich an keine größere Spendenaktion im Landkreis erinnern, sagte CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid in der Wemdinger Wallfahrtsgaststätte. Insgesamt 84500 Euro schüttet die Margarete-Gradl-Stiftung an alle Feuerwehren im Landkreis Donau-Ries aus. Jede der 169 Wehren erhält somit 500 Euro, die für die Jugendarbeit verwendet werden sollen.
Zu der offiziellen Spendübergabe erschienen die Kommandanten oder die jeweiligen Stellvertreter. Kreisbrandrat Bernhard Meyr war die Freude über die finanzielle Unterstützung anzumerken. Es sei für ihn zum nahenden Ende seiner Amtszeit noch einmal ein schönes Erlebnis, die Kameraden aus dem ganzen Landkreis in seiner Heimatstadt begrüßen zu können. Die Wehren befinden sich laut Meyr „im Umbruch, in einem schleichenden Wandel“. Da immer weniger Menschen an ihrem Wohnort arbeiten, würden dort nötige Einsatzkräfte fehlen. Dennoch hätten die Feuerwehren immer noch „eine starke Lobby“, gab sich der Kreisbrandrat überzeugt.
Er appellierte an die Bevölkerung, wegen „Bagatellschäden“ nicht jedes Mal die Helfer zu rufen. Diese hätten allein im Landkreis im vergangenen Jahr rund 300000 Stunden „freiwillig und unentgeltlich in ihr Ehrenamt“ investiert. Deswegen sei die Spende der Margarete-Gradl-Stiftung „eine ganz besondere Würdigung und Anerkennung“. Diese höchste Zuwendung, die den Feuerwehren bislang zugeteilt wurde, bedeute „einen Ansporn“ sowie „einen Auftrag für die Zukunft“. Als kleines Dankeschön überreichte Meyr Renate Schreff, der Vorsitzenden der Stiftung, eine eigens angefertigte Nachbildung eines Strahlrohrs.
Erste Überlegungen, wen man finanziell unterstützen könnte, habe es bereits im Sommer gegeben, berichtete Georg Schmid. Man müsse aufpassen, dass auch in Zukunft die Garantie bestehe, „dass jemand kommt“.
Auch die Betriebs- und Werksfeuerwehren dabei
Um symbolisch vorwegzugehen, habe sich die Margarete-Gradl-Stiftung entschlossen, ein Zeichen zu setzen. Dafür dankte Schmid Renate Schreff wie auch seiner Frau Gertrud, die als stellvertretende Vorsitzende der Stiftung tätig ist. Beim Entschluss wurde laut Schmid zudem festgelegt, dass die 500 Euro für die Nachwuchs- und Jugendarbeit der Feuerwehren verwendet werden sollen.
Die Übergabe der Finanzspritze erfolgte in alphabetischer Reihenfolge. Während die Feuerwehr Alerheim den Anfang machte, tröstete Kreisbrandrat Meyr schmunzelnd die Kameraden aus Zwerchstraß, „dass es bei euch etwas länger dauert“.
Unter den Spendenempfängern waren auch die Betriebs- und Werksfeuerwehren im Landkreis. In seinem Schusswort beschwor Georg Schmid, „dass die Kultur des Dankens wieder mehr zum Vorschein kommen muss“.
